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Stress lass nach!

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, im Rahmen mehrerer Workshops mit Schüler*innen eines Mainzer Gymnasiums zu arbeiten. Thema des Ganzen: Stress.

Ich war erfreut, dass die Jugendlichen sich so gut auf mich eingelassen haben und ihre Ansichten diskutierten und teilten. Was mich erschreckt hat, war folgendes:

Mehr als die Hälfte berichteten davon, dass Stress oder die Auswirkungen von langfristiger Belastung sie bereits fest im Griff haben: Körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Dauermüdigkeit und Rückenprobleme tauchen bei den Schüler*innen regelmäßig auf. Die Versuche, mit den unliebsamen Gefühlen umzugehen, gleichen jenen, die ich aus der Beratung gut kenne:

  • verstärkter Konsum von Kaffee oder Energydrinks
  • Mehr Zeit am PC oder vor dem Bildschirm
  • Rückzug und Schweigen
  • Erhöhen des Arbeitspensums, Verzicht auf Schlaf, Übergehen der eigenen Grenzen

Gründe für die Anspannung

Im Gespräch konnten wir einige Gründe herausarbeiten, warum der Druck so hoch ist und was den Stress anfeuert:

Da gibt es Erwartungen von Außen, von Eltern, Lehrer*innen und anderen wichtigen Dritten.

Da zeigt sich Angst, es in dieser Gesellschaft zu nichts zu bringen oder ausgeschlossen zu werden.

Und einige der jungen Menschen hatten noch kein ausgereiftes Bewusstsein darüber, wie viel Stärke und Kraft in ihnen schon liegt, d.h. sie hatten ein wenig ausgeprägtes Bewusstsein über sich selbst.

Selbstfürsorge rettet aus dem Stresskreislauf

Ich selbst weiß, wie schnell man Erwartungen erliegen kann. Wie schnell sich das Alltagsrad drehen kann, wenn du es ungebremst laufen lässt:

„Nur schnell noch den Artikel schreiben, dann mache ich Pause.“

„Nur schnell noch Einkauf und Wäsche erledigen, bevor die Kinder kommen.“

„Nur schnell noch diesen Stapel Papier abarbeiten, bevor ich mir etwas koche.“

Dieses Aufschieben von elementaren Bedürfnissen ist es, was uns schnell in eine Spirale der Erschöpfung bringt. Und um aus dieser herauszufinden, braucht es mehr ( und länger!), als dann Pausen einzubauen, wenn du sie brauchst.

Stress lass nach!

Damit es gar nicht erst soweit kommt, empfehle ich dir etwas, womit du sofort beginnen kannst. Es ist keine große Sache, und sie kostet auch nichts. Trotzdem fällt sie uns doch recht schwer, besonders, wenn es im Außen laut und hektisch zugeht.

Ich empfehle dir: Höre auf dich.

Nimm deinen Hunger war- und dann iss etwas. Nimm deinen Durst wahr- und trinke. Merke wie müde du bist- und ruh dich aus, oder streiche 30 Prozent von deiner Tagesliste.

Wenn du noch keinen Sport machst, weil dir alles über den Kopf wächst, beginne den Tag mit einer Runde um den Block. Du musst dich nicht im Studio anmelden, um 30 Minuten hinzufahren, dort 30 Minuten auf dem Stepper zu verbringen und dann dich 50 Minuten durch den Feierabendverkehr nach Hause zu quälen. Bau einfach etwas Ursprüngliches in deinen Alltag ein, etwas wie eine Treppe hinunterzulaufen, statt den Aufzug zu nehmen. Bewegung erinnert deinen Körper daran, dass er lebt- und sie bringt dich wieder auf den Boden der Tatsachen.

Es sind die kleinen Geschenke, die wir uns jeden Tag selbst machen können, die uns davor bewahren, auszubrennen. Mach dir selbst heute ein paar davon. Und sei es nur, dass du genug trinkst, einen Apfel isst und nein zu unsinnigen Verabredungen sagst.

Tu´s für dich. Es ist DEIN Leben.

Wenn du weitergehendes Interesse daran hast, den Stress in deinem Leben aufzuspüren und ihn zu reduzieren, findest du in meinem Angebot vielleicht etwas, was dir weiterhilft.