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Stressmanagement

„Stress? Hab ich immer. Ist doch normal.“

Na, kommt dir die Aussage auch bekannt vor? Wenn ja, bist du in guter Gesellschaft:

Ob als Arbeitnehmer*in, durch die Pflichten im Familienhaushalt oder durch die Folgen der Digitalisierung: Die Folgen unseres schnelllebigen Alltags sind allgegenwärtig.

Seit ich als Alleinerziehende entschieden habe, mich unabhängig von gängigen Muster der Vereinbarkeit von Familie und Beruf selbstständig zu machen, kann ich auch ein Liedchen davon singen, dass sich Stress verstärkt im Alltag zeigen will:

  • Ein wichtiger Termin wird verschoben und soll in meinem Urlaub stattfinden
  • Meine Tochter leitet mir eine Nachricht weiter, in der zwei Kaninchen geschlachtet werden sollen, wenn sie nicht in einer Familie unterkommen
  • Ein älteres Familienmitglied braucht von heute auf morgen mehr Pflege

Das sind nur drei kleine Beispiele. Sicher hast du eigene Bilder, die dir in den Kopf kommen, wenn ich von Belastungen im Alltag spreche.

Wie entsteht Stress eigentlich?

In einem Blogartikel habe ich beschrieben, dass Stress eigentlich ein ganz normales Phänomen ist, das durch das Zusammenspiel zweier Dinge entsteht:

  1. Durch Auftreten eines Stressors (= Erlebnis, Geschehnis, Einwirkung) im Außen
  2. Durch unsere Bewertung dieses Ereignisses.

Ja, genau, du hast richtig gelesen: Erst unsere Bewertung markiert den Prozessanfang, nach dem die Stressreaktion losläuft. Wenn du nun sagst „oh wie einfach, dann muss ich ja nur meine Bewertung ändern…“ liegst du absolut richtig.

Aber- ganz so einfach ist es nicht.

Säbelzahntiger vs. Digitale Nomaden

Da wir soziale Wesen sind, deren Fortbestehen in Jahrtausenden durch die Evolution hinweg durch Lernen gesichert wurde, denkt unser Gehirn, es weiß schon alles: Schnell entscheidet es, was wichtig ist und was nicht…und was Gefahr bedeutet.

Dieser Teil sitzt im ältesten Teil des Gehirns und reagiert schneller, als wir den Verstand einschalten können. Dh du bist schon gestresst, bevor du etwas tun kannst.

In Zeiten, in denen der Säbelzahntiger vor dem Menschen stand, eine durchaus sinnvolle Sache… heute ist das eher hinderlich.

Unser Gehirn reagiert auf die Einschätzung von „Gefahr“ mit veränderten Körperwerten. So als stünde der Tiger direkt vor uns.

Langfristig kannst du daher versuchen, deine Belastung zu verkleinern…oder deine Bewertung über die Dinge zu verändern.

Ressourcenarbeit als Grundlage für Entspannung

Ressourcen sind alles, was du zur Verfügung hast, um deine Probleme zu lösen. Wahrscheinlich nutzt du sie ganz automatisch.

Bei hohem Stress im Alltag kann es helfen, wenn du dir ganz bewusst machst, welche Ressourcen du hast: Was hast du, was kannst du, was bringst du mit? Hast du schon einmal eine ähnliche Situation gelöst? Super-das sind deine Ressourcen!

Jetzt wo du deine Ressourcen kennst, kannst du langfristig für ein freundlicheres Klima sorgen, das dich und deinen Körper entspannt.

Das wirkt auf zwei Ebenen, erstens im Umgang mit den Stressoren, zweitens in deren Bewertung:

  1. Achtsamkeit gegenüber Stressoren:

Nimm wahr, was dich stresst/ dass du gestresst bist. Und erkenne diesen Zustand erstmal an. Statt zu schimpfen, beleidigt zu sein etc. schau einach mal, wie es ist. Ohne zu bewerten. Dann findet sich schneller ein Ausweg.

(Bsp.: Regenwetter: Es ist nass. Nicht motzen, sondern akzeptieren. Schirm mitnehmen. Sich über Wasser für die Blumen freuen. Bunten Regenmantel anziehen und sich freuen, ihn für diesen besonderen Anlass zu tragen.)

2. Stress selbst minimieren: Gedankenkarussell stoppen

Manchmal bist du selbst dein*e schlimmste*r Antreiber*in. (Bsp.: „Ich muss heute unbedingt noch“ „“Ich ertrage xy nicht“ „Immer will a etwas von mir“). Alternativ kannst du beruhigende und distanzierende Gedanken denken:

„Ich mache jetzt eine Pause und arbeite ausgeruht später weiter“ „Ich schaffe das.“ „Ich entscheide, wann ich mich mit a treffe.“ „Ich tue, was ich kann.“

3. Proaktives Verhalten erlernen

Wenn du zu eher negativen Bewertungen neigst, kannst du über dein Verhalten Positives integrieren: Sport, Bewegung, PMR, Meditation, digitale Auszeiten, gesunde und regelmäßige Nahrung sollten einen festen Platz in deinem Alltag haben.

Die Planung von Aufgaben (Lernen, Vorbereiten) hilft dir, Stressfallen abzubauen. In meinem aktuellen Kurs helfe ich dir, dich umzugewöhnen und gesünder mit deinem Stress umzugehen (und ihn zu vermindern).

Go for it!

Lust auf weniger Stress im Alltag? Du kannst sofort anfangen:

Schau doch einmal unter Freebies rein- dort gibt es einige Anregungen, wie du deine Lebensqualität mit kleinen Schritten verbessern kannst.

Im Blog und unter Termine findest du immer die neuesten Angebote. Im Rahmen meiner Arbeit als zertifizierte Systemische Stresspräventionstrainerin biete ich regelmäßig Trainings gegen Stress und zur Stärkung deiner Resilienz an.