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Stressmanagement

„Stress? Hab ich immer. Ist doch normal.“

Na, kommt dir die Aussage auch bekannt vor? Wenn ja, bist du in guter Gesellschaft:

Ob als Arbeitnehmer*in, durch die Pflichten im Familienhaushalt oder durch die Folgen der Digitalisierung: Die Folgen unseres schnelllebigen Alltags sind allgegenwärtig.

Seit ich als Alleinerziehende entschieden habe, mich unabhängig von gängigen Muster der Vereinbarkeit von Familie und Beruf selbstständig zu machen, kann ich auch ein Liedchen davon singen, dass Stressoren aus allen Lebensbereichen auf mich einwirken und um Aufmerksamkeit buhlen:

  • Der Termin für die kollegiale Fallsupervision wurde auf den Zeitpunkt verschoben, den ein Haushaltsmitglied für den Arztbesuch mit mir reserviert hatte – Zeitstress
  • Meine Tochter leitet mir eine Nachricht weiter, in der zwei Kaninchen vor dem Schlachten gerettet werden sollen- und mein Herz sagt spontan zu, sie aufzunehmen – Gefühlsstress
  • Meine Auftragslage friert von heute auf gleich ein dank eines neuartigen Virus, das ganz Europa im Griff hat und durch soziale Isolation an der Ausbreitung gehindert werden soll – Finanzstress

Das sind nur drei kleine Beispiele aus meinem Alltag. Sicher hast du eigene Bilder, die dir in den Kopf kommen, wenn ich von Belastungen im Außen spreche.

Wie entsteht Stress eigentlich?

In einem Blogartikel habe ich beschrieben, dass Stress eigentlich ein ganz normales Phänomen ist, das durch das Zusammenspiel zweier Dinge entsteht:

  1. Durch Auftreten eines Stressors (= Erlebnis, Geschehnis, Einwirkung) im Außen
  2. Durch unsere Bewertung dieses Ereignisses.

Ja, genau, du hast richtig gelesen: Erst unsere Bewertung markiert den Prozessanfang, nach dem die Stressreaktion losläuft. Wenn du nun sagst „oh wie einfach, dann muss ich ja nur meine Bewertung ändern…“ liegst du absolut richtig.

Aber- ganz so einfach ist es nicht.

Säbelzahntiger vs. Digitale Nomaden

Da wir soziale Wesen sind, deren Fortbestehen in Jahrtausenden durch die Evolution hinweg durch Lernerfahrung gesichert wurde, haben wir bzw. unser Gehirn einen Auslesemechanismus entwickelt, der schnell entscheidet, was stressig ist und was nicht.

Dieser Teil sitzt im ältesten Gehirnareal und reagiert schneller als wir unseren Verstand einschalten können. Dh du bist schon gestresst, bevor du etwas tun kannst. In Zeiten, in denen der Säbelzahntiger vor dem Menschen stand, eine durchaus sinnvolle Sache.

Heute gibt es keine Säbelzahntiger mehr, aber das Hirnareal regiert trotzdem auf die Veränderung der Körperwerte, als gäbe es ihn noch. Langfristig solltest du entsprechend schauen, dass du dein Belastungsniveau reduzierst.

Ressourcenarbeit als Grundlage für Entspannung

Über deine Ressourcenstärkung kannst du langfristig für ein freundlicheres Klima sorgen, das dich und deinen Körper entspannt. Diese wirkt auf zwei Ebenen, erstens im Umgang mit den Stressoren, zweitens in deren Bewertung:

  1. Achtsamkeit gegenüber Stressoren:

Nimm wahr, was dich stresst/dass du gestresst bist. Und diesen Zustand erstmal anerkennen. Statt zu schimpfen, beleidigt zu sein etc. kannst du erst einmal annehmen, dass es so ist. Danach kannst du immer noch Wege finden, damit klarzukommen.

(Bsp.: Regenwetter: Nicht motzen, sondern Schirm mitnehmen. Sich über Wasser für die Blumen freuen. Bunten Regenmantel anziehen und sich freuen, ihn für diesen besonderen Anlass zu tragen.)

2. Stress selbst minimieren: Gedankenkarussell stoppen

Manchmal bist du selbst dein*e schlimmste*r Antreiber*in. (Bsp.: „Ich muss heute unbedingt noch“ „“Ich ertrage xy nicht“ „Immer will a etwas von mir“). Alternativ kannst du beruhigende und distanzierende Gedanken denken:

„Ich mache jetzt eine Pause und arbeite ausgeruht später weiter“ „Ich schaffe das.“ „Ich entscheide, wann ich mich mit a treffe.“ „Ich tue, was ich kann.“

3. Proaktives Verhalten erlernen

Wenn du zu eher negativen Bewertungen neigst, kannst du über dein Verhalten Positives integrieren: Sport, Bewegung, PMR, Meditation, digitale Auszeiten, gesunde und regelmäßige Nahrung sollten einen festen Platz in deinem Alltag haben. Die Planung von Aufgaben (Lernen, Vorbereiten) hilft dir, Stressfallen abzubauen.

Go for it!

Langfristig gewinnst du durch eine Kombination aller Maßnahmen eine Menge an Ruhe und Lebensqualität zurück. Wenn du Lust hast, schau doch einmal unter Freebies rein- dort gibt es einige Anregungen, wie du deine Lebensqualität mit kleinen Schritten verbessern kannst.

Im Blog und unter Termine kannst du dir auch Anregungen holen. Im Rahmen meiner Arbeit als zertifizierte Systemische Stresspräventionstrainerin biete ich regelmäßig Trainings gegen Stress und zur Stärkung deiner Resilienz an.

Vielleicht ist ein Seminar dabei, das genau dein Problem löst?

Für all die anderen kleinen und großen Veränderungen, die du angehen willst, damit dein Leben rund läuft und du dich selbst wieder gerne im Spiegel anschaust, stehe ich dir auch gerne zur Seite. Schreib mir einfach oder ruf mich an... zusammen finden wir deinen Weg.