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Ent-Wickle dich :)

In den letzten Monaten habe ich verstärkt bemerkt, dass ich mich verändere. Zuerst dachte ich, mir fällt die Decke aufgrund der Covid-Situation auf den Kopf, aber das war es nicht.

Vielmehr war es eine tiefgreifende Erkenntnis, dass ab sofort alles anders sein würde.

Ich sah mich in meiner Wohnung um und konnte mir plötzlich nicht mehr erklären konnte, wie bestimmte Dinge hierher gekommen waren:

Habe ich dieses Sofa gekauft? Sind das meine Bücher? Und was zum Henker wollte ich mit dieser Armada an Dekomaterial ausdrücken?

Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich ein Muster

Die Dinge, die ich um mich herum gruppiert hatte, waren Überbleibsel aus einer alten, mittlerweile vergangenen Zeit, aus der ich mich, ohne es zu merken, klammheimlich herausgelöst hatte. Und nun, da die Entwicklung an diesem bestimmten Schritt abgeschlossen war, passten die Zeichen im Außen nicht mehr zu mir.

Erinnerst du dich vielleicht an eine ähnliche Zeit, in der du als Kind deine Puppen gegen die Schminksachen getauscht hast oder die deine Kleidung auf einmal so bunt und kindisch vorkam? Auch damals hast du einen Schritt auf eine andere Ebene gemacht, und das, was aus der Zeit davor übrig war, kam dir weit weg vor.

Ein neuer Blick auf das Bisherige

Die Tatsache, dass jetzt viele Menschen zum erstem Mal seit Langem Zeit haben, sich mit sich und ihren inneren Zuständen zu beschäftigen, hat es in sich:

Themen, die du gar nicht gerne ansiehst, kommen zutage. Beziehungen werden auf ihre Echtheit geprüft. Arbeitsinhalte zeigen sich im Licht dieser besonderen Zeit plötzlich als sinnlos, oder die bisher bekannten Strukturen von „Sicherheit“ (Geld, Arbeitsplätze, Betreuungslösungen) fallen weg.

Kein Wunder, wenn du nervös wirst oder versuchst, alles zu retten, was zu retten ist. Ich sehe allerdings eine Chance darin, dass Altbekanntes aufweicht:

Hier entsteht Platz für Neues!

So, wie ich mich etwas entfremdet in meiner Wohnung umsah, kannst du die Zeit jetzt nutzen, dich mit deiner inneren Wohnung oder auch ganz konkret deinen Lebensumständen zu befassen:

Habe ich das so gebaut, weil ich da Lust drauf hatte? Oder ist es mehr zufällig entstanden, in einer Zeit der Improvisation, und ich habe vielleicht vergessen, dass ich etwas ganz anderes will?

Aus nicht wenigen Verwicklungen, die ich bei mir bemerkt habe, bin ich längst heraus gewachsen. Ich habe mich also Ent-Wickelt. Raus aus der Verstrickung, Yeah! Kein Wunder also, dass es an einigen Stellen im Alltag zwickt und klemmt.

Du darfst weitergehen

Ich möchte dich heute ermutigen, dich dem Thema langsam und zuversichtlich zu stellen. Ja, ein Systemwechsel macht Angst, und ganz super schnell kommen wir wahrscheinlich nicht aus der alten Hülle, die uns so viele Jahre gut gedient hat.

Dein mutiger Blick über den Tellerrand ist aber trotzdem heilsam, besonders, wenn der Teller schon Risse hat und du sowieso unsicher bist, ob er deine Alltagssuppe noch lange halten kann.

Ein Gedankenexperiment

Du könntest dich an dieser Stelle einmal rein hypothetisch, sozusagen als Versuchsexperiment, fragen, was du heute anders gestalten würdest. Also welche Veränderungen du aus heutiger Sicht vornehmen würdest, wenn du noch einmal ganz von vorne beginnen dürftest. (Du bist ja vielleicht gerade im Shutdown und hast Unmengen Zeit, um dich mit solchen neuartigen Gedanken auseinanderzusetzen….)

Also frage dich ruhig einmal:

  • Würdest du deine Beziehung so noch einmal eingehen?
  • Würdest du dich für das gleiche Haus, das gleiche Wohnumfeld, die gleiche Stadt entscheiden?
  • Hättest du den gleichen Beruf oder würdest du etwas ganz anderes arbeiten wollen?
  • Wer würde dich begleiten auf deinem Weg- wären das die gleichen Leute, die du im Moment tagtäglich siehst?

Diese Fragen tragen Sprengstoffpotential in sich, ich weiß.

Wenn es dir zu heiß wird, kannst du dich damit trösten, dass sie ja nur ein Experiment sind, das dir wieder einmal erlaubt, zu träumen, zu bauen, zu konstruieren.

Oder du gehst in die Vollen und erinnerst dich: Auch die Welt, in der du gerade lebst, war einmal dein Traum. Du hast sie gebaut auf deine Entscheidungen oder auf deine Nicht-Entscheidungen (die damit auch Entscheidungen sind.)

Du könntest also einfach wieder neu träumen und damit dein Leben umgestalten.

Verlockend, oder?

Wenn du dich jetzt, in dieser Umbruchszeit, traust, dir die Fragen neu zu stellen, können dir deine Antworten darauf helfen, deine Welt neu zu bauen:

Eine neue, sichere Position, in der dein Herz sich warm anfühlt und du zufrieden den Blick durch den Raum schweifen lässt, wäre das Ergebnis dieses Gedankenexperiments. Neue Menschen in deinem Leben, die dich liebevoll begleiten. Neue Chancen und neue Abenteuer. Neue Sicherheiten.

Ich habe mich übrigens entschieden, das loszulassen, was sich nicht mehr stimmig für mich anfühlt. An die freien Stellen darf bald etwas hinkommen, was besser zu mir passt.

Vielleicht magst du auch einmal überlegen, ob diese Zeit geeignet wäre, dass du das Träumen ausprobieren magst. Du könntest dich dabei Ent-wickeln und deinen vergrabenen inneren Schatz wiederfinden.

Was du dann damit machst, entscheidest du beim Aufwachen einfach selbst.

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