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Spiritueller Frühjahrsputz: Du darfst dich verändern

Mit Beginn der Zeit, in der die Sonne sich wieder stärker bemerkbar macht, kommen auch bei vielen Menschen neue Ideen auf. In den Wohnungen zeigt sich meistens zuerst, dass es Zeit ist für ein paar Veränderungen:

Dort, wo die Lichtstrahlen hinfallen, bemerken wir auf einmal, wie staubig oder wie schmutzig eine bestimmte Ecke ist, oder dass sich Dinge angesammelt haben, die wir doch schon längst nicht mehr brauchen. Geben wir dem Gefühl mehr Raum, kommt spätestens mit dem Frühlingsbeginn eine Art Putzliebe in uns auf, die uns alles angehen lässt.

Schön soll es werden, sauber und frisch!

Auf der geistigen und auf der Gefühlsebene findet ein ähnlicher Prozess statt, wenn wir uns erlauben, genau hinzuschauen. (Die wunderbare Lea Hamann nutzt diesen Erlaubensausdruck sehr gerne, um zu beschreiben, dass wir in uns das Startsignal geben und uns trauen, auch die weniger schönen Facetten unseres Daseins anzusehen.)

Bei mir startete dieses Hinsehen vor vielen Jahren, in meiner Ursprungsfamilie.

Mit 15 entschied ich, dass ich kein Fleisch mehr essen wollte. Ein Unding in einer Familie, in der der Verzehr von Tierischem seit vielen Jahren das Symbol von Erfolg und ausreichend gesicherter Existenz war!

Meine Familie war arm, und Fleisch gab es für viele Generationen nur zu besonderen Gelegenheiten. Dem hart arbeitetenden Vater gehörte dabei das beste Stück. Auch wenn er es immer mit den Kindern teilte, so blieb es doch seine Wahl, ob er das tun wollte oder nicht.

Spott und Widerstand schlugen mir also bei meiner Entscheidung entgegen, und nicht wenige Male ging ich hungrig ins Bett, da die Hauptahlzeit aus tierischen Produkten bestand und es keine Alternativen geben durfte. (Ich bin auch sicher, dass die eine oder andere Portion gemahlenes Tier in meinem “vegetarischen” Essen ladete, um mich zu “überzeugen”, auf den “richtigen” Weg zurückzukommen.)

Aus heutiger Sicht scheint das längst überholt. Können wir doch bei jedem Discounter Produkte aus rein pflanzlicher Herstellung kaufen, die alle Nährstoffe beinhalten. Und die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung sind längst gut erforscht.

Der damalige Widerstand richtete sich also nicht gegen das Fleischessen selbst, sondern gegen meine Idee:

Die Idee, dass etwas Anderes auch funktionieren könnte, möglicherweise sogar BESSER als das Althergebrachte. Das Grundmotiv dabei? Das hat bisher immer funktionert, das haben wir schon immer so gemacht, Veränderung bedeteutet möglicherweise Verlust, und mit Verlust geht immer Existenzangst einher.

Kein Wunder also, dass mir Wogen entgegenschlugen.

Wie bei mir und der Fleischlosigkeit gibt es in jedem Leben Themen, in denen wir uns gegen das entscheiden, was vor uns so lange in der Familie für gut befunden wurde:

Sei es der Umzug vom Dorf in die Stadt, oder das Eingehen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, oder das Ergreifen eines für die Familie “untypischen” Berufs- sobald wir uns außerhalb des gewohnten Handlungsspielraums bewegen, begegnen uns Unmut oder zumindest Fragen.

Denn: Indem wir uns anders entscheiden, fordern wir zugleich die Entscheidungen aller anderen heraus, die sich angepasst haben oder zumindest, wenn auch zähneknirschend, konform verhalten haben.

Warum ist deine Entscheidung, es anders zu machen, trotzdem so richtig und wichtig?

Weil du mit deiner neuen Haltung den Weg für die nachfolgenden Generationen ebnest. Du kämpfst dich durch Jahrhunderte altes Gestrüpp an Einstellungen, hinterfragst Antworten, die schon “Immer” gegeben wurden und erlaubst dir, etwas Neues zu versuchen. Damit trittst du dem Schicksal entgegen und unternimmst konkrete Schritte, glücklich oder doch zumindest zufriedener zu werden.

Leider kommt hier der Knackpunkt:

Weil die Familiengeschichte so eine Wirkkraft hat, kommen dir möglicherweise auch irgendwann Zweifel, ob deine Wahl so ihre Richtigkeit hat. Vlt fragst du dich, ob du überhaupt glücklich sein darfst, wenn es deinen Eltern so schlecht ging, oder der innere Kritiker verhöhnt dich und sagt, es gibt doch gar nichts, worauf du dir etwas einbilden sollst.

Darauf die richtige Antwort zu finden, ist die Herausforderung, die ALLEN Musterunterbrecher:innen begegnet.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die einzige Antwort darauf ist: Ja. Du darfst. Du darfst dich verändern. Und glücklich sein, und etwas anderes machen.

Du darfst neue Wege beschreiten, du darfst dich ausprobieren, du darfst dich befreien. Denn es nützt niemandem etwas, wenn du dich einreihst in die Generationen vor dir, die zwar ihre guten Gründe hatte, Dinge so und so zu handhaben, die aber einfach ganz andere Möglichkeiten hatten als du heute.

Natürlich kannst du weiterhin auf der “sicheren Seite” bleiben. Das hat ja viele Jahre für viele Menschen funktioniert. Wenn du dich allerdings aus einem inneren Gefühl heraus entscheidest, einen anderen Weg zu gehen, einen, der vielleicht noch gar nicht sichtbar ist, sondern erst gegangen werden muss, dann bewirkst du ganz viel:

  • Du gestaltest neue Räume für kommende Generationen.
  • Du hilfst denen die dich als Rollenvorbild sehen, in ihrer Entwicklung.
  • Du machst die Welt ein Stück ganzer, indem du selbst ganzer und glücklicher wirst.

Das sollten doch ziemlich gute Gründe dafür sein, dass du ja sagst, und dich traust. Veränderung, in deinem Tempo.

Auch wenn es nicht einfach ist, sich gegen altbekannte Muster durchzusetzen- es ist die einzige Option. Die Stimme in deinem Inneren wird nicht leiser, nur weil du nicht hinhören magst. Oder weil Dritte dir sagen, es sei nicht möglich. Dein Herz kennt den Weg.

Putze also diesen alten Schatten aus deinem Bewusstsein heraus und erlaube dir, dass du strahlst. Sei mutig und nimm deinen eigenen Weg in Anspruch.

Ja, du darfst. DU darfst.

Du DARFST.

Wenn du dir unsicher bist, ob und wie du die Schritte gehen sollst, schreib mich gerne an. Ich gehe gerne ein Stück mit dir.